Nicht jammern. Machen!

Dein Leben - deine Regeln - deine Verantwortung!

Wahrscheinlich hast du auch schon öfter über ein Problem gejammert – über Krankheit, Stress, Zeitmangel, Job oder das Gefühl einfach festzustecken.

 

Das ist menschlich und damit bist du nicht allein.

 

Aber wenn du jetzt an dem Punkt bist, wo du nicht mehr nur drüber reden, sondern etwas verändern willst – dann bist du hier goldrichtig.

Die Anfänge mit Finn - Angst vorm eigenen Pferd!

Angst, Unsicherheit und der Weg zurück ins Vertrauen

Angst und Unsicherheit beim eigenen Pferd?
Hätte ich mir früher nie vorstellen können – bis Finn zu mir kam.

Die Anfangstage waren eigentlich super.
Finn war genau mein Traumpferd. Ein Noriker, ein bisschen eigenwillig, aber genau das was ich wollte. Alles fühlte sich richtig an, es war anders als bei meinem ersten Pferd. Es war viel perfekter!

Doch ich merkte schnell das kleine „Grenzen testen“ vom Anfang ging schneller über seine Grenzen hinaus, als mir lieb war.

 

Wenn aus Kleinigkeiten echte Probleme werden

Finn wollte nicht auf den Putzplatz – er hatte Angst (zu seiner Verteidigung: direkt daneben waren Schweine).
Beim Hufe auskratzen hat er nach mir getreten.
Beim Spazierengehen riss er aus.
Beim Aufsteigen tänzelte er herum – und wenn ich es trotzdem geschafft habe aufzusteigen, lief er kerzengerade auf den nächsten Baum zu, um mich loszuwerden.

Nach einigen Blessuren und einem blauen Auge war der Gedanke plötzlich da:
Ich fürchte mich vor meinem eigenen Pferd.

Kaum zu glauben – aber wahr.

 

Hilfe holen – und trotzdem nicht weiterwissen

Mir war klar: Allein schaffe ich das nicht mehr.
(Verkaufen kam übrigens kein einziges Mal in Frage – auch wenn das von außen öfter geraten wurde.)

Also holte ich mir Hilfe. Eine Trainerin, die ich von früher kannte.

Sie brachte Abwechslung in unseren Alltag.
Andere Übungen und gab mir Anweisungen:
Schritt für Schritt zum Putzplatz.
Langsam mit dem Strick die Hufe heben, ohne dass er tritt.

 

Manches funktionierte ein paar Mal ganz okay. Manches eher solala.

Wenn Finn etwas „falsch“ machte, wurde er an der Longe in den Galopp geschickt – nach dem Motto: Wenn du nicht ordentlich mitmachst, heißt das arbeiten.

Ich machte das, was sie sagte. Finn lief ziemlich oft seine Galopprunden an der Longe.
Sie war ja schließlich die Trainerin und ich wusste ja keinen Ausweg.

Bis Finn relativ schnell verstand, dass man auch an der Longe ziemlich gut abhauen kann – inklusive Besitzerin, die versuchte, ihn zu halten.

 

Der Punkt, an dem alles noch schlimmer wurde

Wow, plötzlich hatte ich einem 800kg Noriker:

  • der nach mir (und natürlich dem Hufschmied) tritt
  • mich kaum aufsteigen ließ
  • Spaziergänge, die im Chaos endeten
  • und jetzt auch noch an der Longe abhaute

 

Trotz alldem beherzigte ich noch einen Tipp meiner damaligen Trainerin: Stall wechseln.
Die Bedingungen im kleinen Stall waren tatsächlich nicht wirklich pferdefreundlich, aber ich blickte irgendwie immer „drüber hinweg“.

Also wechselte ich in einen großen Stall mit rund 30 Pferden.

 

Und wieder war sie da: die Angst.
Was denken die anderen? Die sind sicher alle besser als ich.
Was, wenn ich ihn wieder nicht kontrollieren kann?

 

Eine unerwartete Erkenntnis

Weil wir im neuen Stall erst abends in der Dämmerung ankamen, bekam Finn für die erste Nacht eine Box.
Wieder ein ungutes Gefühl in mir – er kannte das kaum, war bisher meistens auf der Alm oder im Offenstall.

 

Doch am nächsten Morgen die Überraschung:
Finn war von oben bis unten voller Stroh.

Er hatte geschlafen.
Er ist gelegen.
Er hatte sich gewälzt.

Das hatte ich in den Monaten davor nie gesehen – gut es war auch nicht so die Möglichkeit da im vorigen Stall.

Mir wurde klar, wie wenig ich damals eigentlich wusste – nicht aus Ignoranz, sondern weil ich zu wenig richtig hingeschaut habe.

 

Gut, Finn gefällts hier, also entschied ich mich:
Finn bleibt in der Box mit Nachtruhe, tagsüber ganztägiger Auslauf in der großen Herde.

 

Und siehe da:
Unsere Spaziergänge gingen plötzlich weiter als 50 Meter.
Er blieb bei mir.
Er war entspannter.

Was Ruhe und Schlaf ausmachen kann – Wahnsinn. Auch das ist ein Punkt, den ich vorher nie im Blick gehabt habe.

 

Noch mehr Einsatz – und trotzdem keine Lösung

Voller Motivation holte ich die Trainerin jetzt noch öfter.
Ich war überzeugt: Jetzt wird’s.

 

Aber es wurde nicht.

Und im Stall kamen die gut gemeinten Ratschläge:

  • Du musst härter durchgreifen
  • Der macht mit dir, was er will
  • Du musst ihm zeigen, wer der Chef ist

 

Ehrlich?
Ich hab’s versucht.
Nicht schlagen – aber härter werden.

Und es ging noch weniger.

Ausreiten? Undenkbar.
Ich traute mich einfach nicht mehr.

 

Aufhören, alles zu wollen

Ich war am Ende – wieder mal.
Viele Tränen.
Schlaflose Nächte.
Kein Plan mehr.

 

Und dann ging ich endlich mal in mich. Ich hinterfragte ALLES - wieder und wieder.

Dann kam dieser Gedanke:
Weg mit Trainern. Weg mit den Ratschlägen von außen.

 

Denn in Wahrheit, haben mir die Trainer gar nichts gebracht. Das was bisher funktionierte, hab ich mir selber erarbeitet. Zwar mit mehr oder weniger guten Tipps von ihnen, aber im Wahrheit hab ich es selbst geschafft!

 

Also entschied ich: Ich mache das jetzt so, wie es sich für uns richtig anfühlt.
Und wenn ich nichts mache – außer beobachten – dann ist das auch okay. Ich muss nicht an den Dingen arbeiten, die nicht funktionieren.

 

Am nächsten Tag fuhr ich ohne Erwartungen in den Stall.

Ich arbeitete nicht an dem, was nicht funktionierte.
Ich machte das, was funktionierte.

Und das – erstaunlicherweise – ziemlich gut.

 

Vertrauen entsteht nicht durch Druck

Ich blieb dabei. Langsam. Konsequent.

Ein Funken Vertrauen sprühte.
Wir lernten uns endlich wirklich kennen.

Und irgendwann gingen auch die Dinge, die vorher unmöglich erschienen.
Mit täglichem Training. Aber auch mit Tränen, denn natürlich gabs immer wieder auch Rückschläge.

Doch ich blieb dran: Es war unser Weg.

 

Unterstützung annehmen – ohne sich klein zu fühlen

Ein wichtiger Mensch war dabei auch der Stallbesitzer.
Ohne ihn hätte ich mich wahrscheinlich nicht wieder ausreiten getraut.

Er überredete mich immer wieder und ging mit uns eine Runde – obwohl wir oft wie ein kleines Pulverfass unterwegs waren – kurz vorm explodieren.


Dafür bin ich heute noch dankbar.

 

Heute – sechs Jahre später

Heute ist Finn mein absolutes Verlasspferd.
Wir machen alles miteinander.
Mit Vertrauen.

Perfekt? Nein – bei weitem nicht.
Wir sind ja auch zwei starke Charaktere mit ziemlichem Sturkopf, die da aufeinander treffen.

 

Aber wir, vor allem ich, haben eines gelernt:
Grenzen.

Keine Strafen. Sondern Respekt.

 

Ohne Druck, einfach mit Gefühl und mit Zeit.

Ich war nie ein Geduldsmensch, aber Finn hat es mich gelehrt.

 

Was uns heute zusätzlich unterstützt

Was uns heute zusätzlich hilft, ist die Kraft der Natur – ätherische Öle.
Nicht als Ersatz für Training, sondern als Unterstützung.

 

Wenn ich weiß, es wird herausfordernd.
Wenn die Stimmung kippt.
Wenn zu viel zusammenkommt.

Dann gibt es einen Tropfen – für uns beide.

 

Und weil es kein Märchen ist…

Nicht alles läuft perfekt und das respektiere ich, denn ehrlich:

Longieren? Nope – noch immer nicht unser Ding!
Meistens geht’s ziemlich gut, weil er sich zusammenreißt – ich denke, mir zu Liebe - aber manchmal haut er noch ab.
Ich mache es selten. Wir mögen es beide nicht besonders, wir erleben mittleiweile lieber Abenteuer auf Wald & Wiesen.

 

Hufschmied? Oh shit!
Finn und der Hufschmied werden keine besten Freunde.
Aber: Wir haben es im Griff. Zumindest so gut, dass jeder Beteiligte ohne schlimmere Blessuren überlebt.

 

Und das reicht.

 

Du bist nicht allein.

Wenn du dich in dieser Geschichte irgendwie wiedergefunden hast und gerade selbst an einem Punkt stehst, an dem du nicht mehr weiterweißt:


Du bist nicht allein.


Und manchmal hilft es schon, die eigenen Gedanken einmal auszusprechen. Du kannst mir jederzeit schreiben – ganz unverbindlich.

 


ÜBER DIE AUTORIN

Autor

Nadine Fuchs

Nadine Fuchs ist vielseitig in jeder Hinsicht. Wenn ihr was nicht passt, wird passend gemacht. Jammern ist ein Fremdwort - Tun ist die Devise. Hier in diesem Blog findest du ihre Wege wie man aus seinem Hamsterrad ausbricht, Ziele erreicht, Hürden bewältigt und sein Leben zum positiven verwandeln kann - ganz easy und nebenbei im Alltag. 
Und das ganze nicht nur im Menschenbereich, sondern auch innder Pferdewelt.

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Blog erstellt mit FunnelCockpit